Die Schernau – ein Zuhause

 

Unsere Häuser bieten 210 Bewohner und Bewohnerinnen ein neues Zuhause.

 

Unsere Bewohner und Bewohnerinnen haben ganz unterschiedliche Einzelschicksale hinter sich, wenn sie bei uns aufgenommen werden.

 

Hier auf der Schernau werden sie nach ihren Bedürfnissen betreut oder pflegerisch begleitet entsprechend ihrem Pflegegrad.

Leben auf der Schernau

 

Bei uns wird gelebt und erlebt. Unserer Bewohner und Bewohnerinnen können aus einer Reihe von Freizeit-Möglichkeiten und Betätigungsangeboten wählen. Billard spielen, Kegeln, Malen, Chor, Kochen sind nur ein kleiner Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten.

 

Auf freiwilliger Basis können unsere Bewohner und Bewohnerinnen außerdem auch in unserer Werkstatt, der Wäscherei oder bei den Hol- und Bring-Diensten in den Wohnbereichen sich einbringen.

Die Schernau

Alten-, Pflege- und Übergangsheime

Das Ziel all unserer Bemühungen ist die Wiederherstellung der Lebensgrundlage unserer Bewohner und Bewohnerinnen  und die persönliche Stabilisierung.


Zu uns kommen erkrankte Menschen, die oftmals in klassischen Alteneinrichtungen nicht entsprechend ihrer Lebensbiographie versorgt werden können.

 

Bei uns entwickeln die Menschen in ihrem Rahmen eine eigene Lebensfähigkeit, um ein soziales Umfeld aufzubauen, persönlichen Probleme zu lösen und eine durchgängige Stabilität in ihrem Leben zu erhalten.

„Wir holen Menschen dort ab, wo sie stehen.“ Mit 124 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleiten wir die Menschen in Unserer Einrichtung auf dem Weg in ein „normales Leben“.

 

Das bedeutet für viele Menschen, die zu uns kommen, die Beseitigung von Notlagen. Wir begleiten unsere Bewohner und Bewohnerinnen mit professioneller Begleitung und vollstationärer Versorgung (gem. SGB XI i.V.m. SGB XII)

Karriere

Arbeiten, wo es einen Unterschied macht.

Die Schernau, oder offiziell das Alten-, Pflege- und Übergangsheime Schernau in Martinshöhe in der Pfalz, kann auf eine über 120 jährige Geschichte zurückblicken. Die heutige Schernau bietet rund 160 Bewohnerinnen und Bewohnern, die aus einem schwierigen sozialen Umfeld zu uns kommen, ein Zuhause. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner haben unterschiedliche Einzelschicksale hinter sich, wenn sie bei uns aufgenommen werden.

Blog

Hier ensteht ein Blog in dem wir über das schreiben und berichten, was wir gerne
machen und erleben. Leben, Arbeiten, Feieren und alles was uns Spaß und Freude bereitet.
Demnächst mehr!

Die Wohnbereiche

Wohnen und sich wohlfühlen

Bodelschwingh-Haus

Dieses im Jahre 1974 erbaute Gebäude kann bis zu 67 Bewohner und Bewohnerinnen in 27 Zweibett-und 13 Einzelzimmern auf zwei Etagen beheimaten. Im Obergeschoss des Bodelschwingh-Hauses befinden sich vermehrt Bewohner und Bewohnerinnen, die einer intensiveren pflegerischen Betreuung bedürfen.

 

Im Untergeschoss befindet sich in den großzügigen Aufenthalsräumen ein Großbildschirm mit Sky-Receiver sowie mehrere Spielgeräte. Auch das therapeutische Frühstück- sowie Mittagessen  findet hier statt.

Walter Schwartz Haus

Das Walter Schwartz Haus bietet 67 Bewohner und Bewohnerinnen eine Wohnmöglichkeit. 63 Einzelzimmer und zwei Zweibettzimmer sind hier auf drei Etagen verteilt, die mit einem Aufzug und drei Treppenhäusern miteinander verbunden sind. Im Untergeschoss befindet sich der Walter Schwartz Saal mit komplett ausgestatteter Küche und zusätzlichen Toilettenanlagen, der regelmässig für Aktivitäten (Advents-/Faschingsfeier, Kochgruppe,etc.) genutzt wird.

 

Das Gebäude wurde 1987 erbaut.

Krieg- und Armbrusthaus

Das Krieg- und Armbrusthaus ist die jüngst renovierte 2007 fertiggestellte Pflegeeinheit. Auf insgesamt fünf versetzten Ebenen, die mit drei Treppenhäusern und einem Aufzug verbunden sind, befinden sich 21 Zweibett- und 11 Einzelzimmer in denen bis zu 53 Bewohner und Bewohnerinnen wohnen können.

 

Auf Ebene 5 ermöglicht der professionelle Billard-Tisch die selbstständige (wenn gewünscht, auch unter Anleitung) Freizeitgestaltung und Aktivierung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten. Auch das Büro der Sozialen Betreuung befindet sich hier.

 

Ebenerdig, auf der Ebene 0 befindet sich das Dienstzimmer der Pflegedienstleitung.

Bamsterhof

In diesem ehemaligen landwirstschaftlichen Wohnhaus mit 13 Plätzen, die – verteilt auf vier Zweibettzimmer und fünf Einzelzzimmer auf drei Etagen – den historischen Charakter des Hauses mit seiner freundlichen Wohnatmosphäre nutzend, das möglichst selbständige Wohnen in den Vordergrund stellt. Obwohl das Erdgeschoss rollstuhlgerecht (u. a. ist der Eingang auf der Gartenseite mittels einer Rampe zugänglich) gestaltet ist, sind die beiden oberen Etagen nur über einen Treppenaufgang zu erreichen. Dieser Umstand sowie das Fehlen einer ständig anwesenden Pflegekraft bedeutet aber, dass diese Wohnform im Bamsterhof nur für Bewohner und Bewohnerinnen ohne Pflegebedürftigkeit möglich ist.

 

Weiterhin bietet das Erdgeschoss eine große Küche sowie für Sportinteressierte einen Großbildfernseher mit SKY-Receiver.

 

Haus Sickingen

Das Gebäude bietet 10 Bewohner und Bewohnerinnen sowie 4 Übernachtern in 7 Doppelzimmern auf einer Etage im Obergeschoss eine Wohnmöglichkeit. Da diese Etage nur über eine Treppe zugänglich ist, gelten hier ähnliche Restriktionen wie beim Bamsterhof.

 

Im Untergeschoss sind das Café, Spieletreff, Kiosk sowie die gut bestückte  Bibliothek untergebracht.

Schernau Heute

Wir leben auf der Schernau in einer großen Gemeinschaft. Ein ehrliches Miteinander und eine vertrauensvolle Atmosphäre sind für uns der Schlüssel zu einem guten Zusammenleben. Wir bemühen uns, jedem einzelnen einen Alltag zu erschaffen, der den eigenen Fähigkeiten entspricht.

 

Für Schernau- Bewohner und Bewohnerinnen bedeutet „Normalität“, dass zunächst Notlagen beseitigt werden.

Neben diesen für unsere Bewohner und Bewohnerinnen wichtigen „Basics“ bieten wir – auf der Grundlage absoluter Freiwilligkeit – unter fachkundiger Anleitung und Betreuung verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl im technischen und/oder landschaftspflegerischen als auch im hauswirtschaftlichen Bereich an. So ist eine Vielzahl unserer Bewohner und Bewohnerinnen in einer unserer hauseigenen Werkstätten (z. B. Schreinerei, Schlosserei, Lackiererei usw.) beschäftigt. Andere wiederum helfen in der Wäscherei, bei den Hol- und Bringdiensten oder bei der Pflege der umfangreichen Außenanlagen mit.

Nach Feierabend bzw. am Wochenende erstreckt sich das Freizeitangebot vom Kegelabend und Café-Nachmittag im „Schernau-Treff“ bis hin zu interessanten Tagesausflügen und/oder mehrtägigen Urlaubsfahrten. Daneben bietet die reizvolle Lage der Schernau am Rande des Pfälzer Waldes Gelegenheit zu ausgedehnten und erholsamen Spaziergängen.

Die Teams

Heimat schaffen und im Leben unterstützen

TEAM Reinigung

 

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Teams Reinigung nehmen im Leben unserer Bewohner und Bewohnerinnen eine besondere Vertrauensposition ein, da sie durch ihre Arbeit, wie die tägliche Reinigung der Bewohnerzimmer, Verkehrsflächen, Funktionsräume und der Sanitäranlagen, Einblicke in sehr persönliche Lebensbereiche erlangen.

 

Daraus ergibt sich, dass die Bewohner und Bewohnerinnen auch beispielsweise in den Reihen der Reinigungskräfte emotionale Bezugspersonen haben.

TEAM WÄSCHEREI

 

Die Kleidung der  Bewohner und Bewohnerinnen wird in der hauseigenen Wäscherei gewaschen und gewartet. Darüber hinaus werden in unserer Schneiderei auch Änderungen der Bekleidung vorgenommen. Versorgung mit neuer, adäquater Kleidung, unter Berücksichtigung von Sonderwünschen und Spezialgrößen, werden durch die Einrichtung sichergestellt, sofern dies nicht von Angehörigen oder Betreuern der Bewohner und Bewohnerinnen übernommen wird.

 

Einen weiteren Beitrag zur Festigung der Tagesstruktur der Bewohner und Bewohnerinnen sind die vorgegebenen Zeiten zur Abholung der schrankfertigen Kleidung in der Wäscherei.

TEAM KÜCHE

 

Alle Mahlzeiten werden von unserem Küchenteam in unserer hauseigenen Küche frisch zubereitet. Der Speisesaal ist für Frühstsück, Mittag- und Abendessen jeweils 90 Minuten geöffnet. Die Speisen werden an der Theke in Buffetform angeboten und auf Wunsch des Bewohners oder der Bewohnerinnen individuell zusammengestellt. Zum Mittagessen werden täglich zwei Menüs angeboten. Jeder und jede kann sich seine Komponenten frei wählen und so oft nachholen wie es ihm und ihr beliebt.

 

Als Zeichen der Achtung und des Respekts bekommen die Bewohner und Bewohnerinnen an ihren Geburtstagen ein Wunschmenü serviert. Sonstige spezielle Essenswünsche werden von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erfragt und an die Küche weitergeleitet.

TEAM HAUSTECHNIK

 

Heizung, Elektrik, Wasser – unsere Häuser haben eine Vielzahl von technischen Voraussetzungen. Damit alles reibungslos läuft haben wir ein Haustechnikteam, das jederzeit parat steht.

TEAM VERWALTUNG

 

Buchhaltung, Schriftverkehr, Sachbearbeitung – unser Team kümmert sich um alle anfallenden Verwaltungs- und Büroarbeiten.

SOZIALE BETREUUNG

 

Neben den pflegerischen Tätigkeiten ist ebenso die Soziale Betreuung ein wichtiger Aspekt in einer Ganzheitlichen Pflege. Unser Team sorgt sowohl mit Einzelaktivierungen, wie Einzelgespräche oder basale Stimulation, als auch mit Gruppenaktivierungen, wie Spieletreff, therapeutisches Frühstück und Mittagessen sowie Kegel- und Boulegruppen für einen abwechslungsreichen Alltag unserer Bewohner und Bewohnerinnen.

MITARBEITERVERTRETUNG

 

Unser Team hat immer ein offenes Ohr für die Probleme und Belange unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu unseren Aufgaben gehören unter anderem die Zustimmungen zu Einstellungen, Änderungen der Wochenarbeitszeiten und Richtlinien zum Urlaubsplan und Urlaubsregelungen.

 

Von links (hinten): Sabine Bischler (Vorsitzende), Laura Knöbl

Von links (vorne): Angela Theobald, Joachim Nickola, Bianca Fremgen

Der Trägerverein

Ein gemeinsames Menschenbild und den Willen etwas zu bewegen

Am 14. März 1899 wurde unter der Leitung des königlichen Gymnasialprofessors Friedrich Krieg der Pfälzer Arbeiterkolonie-Verein in Neustadt/W. gegründet als überparteiischer Organisationsrahmen, um damals eine soziale Einrichtung zu schaffen, die  arbeitssuchenden „Wanderern“ mit Unterkunft und Verpflegung half. Dies geschah zunächst mit  der „Oberschernauer Mühle“, einem stattlichen Hofgut bei Ramstein gelegen. Erst 1955 zog man mit der Einrichtung auf das heutige Gelände der Schernau. 

 

Heute ist der Verein Mitglied des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche der Pfalz.

1. Vorsitzender
Herr Christian Charissé

Stellvertreter des 1. Vorsitzenden
Herr Alexander Blanz

Adresse

Pfälzer Arbeiterkolonie-Verein e.V.

Alten-, Pflege- und Übergangsheime Schernau

66894 Martinshöhe

https://www.schernau.de

 

Kontakt

Telefon 06372 921-0

Fax 06372 921-100

E-Mail info@schernau.de

DIE GESCHICHTE DER SCHERNAU

Nachdem am 14. März 1898 unter der Leitung des königlichen Gymnasialprofessors Friedrich Krieg der Pfälzer Arbeiterkolonie-Verein in Neustadt/W. gegründet und so ein überparteiischer Organisationsrahmen geschaffen worden war, konnte das Projekt einer „Arbeiterkolonie“ in der Pfalz umgesetzt werden. Dies geschah am 20.4.1899 mit dem Kauf der „Oberschernauer Mühle“, einem stattlichen Hofgut bei Ramstein gelegen.

 

Der christlichen Tradition Friedrich von Bodelschwinghs folgend wurde damit auch in der Pfalz eine soziale Einrichtung geschaffen, die sich die Aufgabe gesetzt hatte, arbeitssuchenden „Wanderern“ mit Unterkunft und Verpflegung zu helfen. Aufgrund der privaten, kirchlich- wie staatlichen Unterstützung entwickelte sich die Arbeiterkolonie sehr schnell.

Während im Startjahr 1899 erst 20 Übernachtungsplätze vorhanden waren, konnte die Schernau schon 1910 auf 100 verweisen. Im Jahr 1924 wird das soziale Tätigkeitsfeld der Schernau auch auf die Altenpflege ausgedehnt. Auch im Dritten Reich konnte die Schernau, durch die enge organisatorische Anlehnung an die „Innere Mission“, selbständig ihre karitativen Tätigkeiten fortführen, wenngleich sie sich in „Wanderhof“ umbenennen musste.

 

Mit dem Bau des amerikanischen Flughafens bei Ramstein erlebte die Schernau ab 1951 eine Krise, die sie ernsthaft in ihrer Existenz bedrohte. Der Militärflughafen trennte nämlich nicht nur den Hof vom bewirtschafteten Landbesitz, sondern schnitt sie auch noch von der Straßenanbindung ab. Damit war ihr Betrieb nicht mehr möglich und die Verlegung der Schernau wurde unumgänglich.

So zog die Schernau am 24.04.1955 zum “Bamsterhof” in der Gemarkung Martinshöhe um.

 

In der Folgezeit entwickelte sich die Schernau, insbesondere unter der Leitung von Werner Dlugert (Heimleiter von 1967 bis 1996), zu dem, was sie heute ist: Eine von fachlicher Seite anerkannte als auch von der Gesellschaft akzeptierte und für notwendig erachtete Einrichtung für Menschen, die im Laufe ihres Lebens viel Pech hatten und die nun auf der Schernau ein neues Zuhause finden.

VEREINSVORSTÄNDE 1898 – HEUTE

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